Nein zu Monstertrasse

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Der SPD-Ortsverein Eckersdorf-Donndorf hat seine Solidarität mit den Gegnern der Höchstspannungsgleichstromübertragungsleitung (HGÜ) quer durch Oberfranken bekundet. Unter dem Titel „Energiewende: Ja – Monstertrasse: Nein“ informierte der Pegnitzer Bürgermeister Uwe Raab beim Heringsessen im Hotel Fantaisie über die Auswirkungen der Leitung mit 80 Meter hohen Masten auf die Region.

Städte und Gemeinden würden durch die Trasse in zwei Teile zerrissen. „Das ist ein monströser, nicht zu ertragender Eingriff in das Landschaftsbild“, sagte Raab. Zugleich würden die Entwicklungsmöglichkeiten der Kommunen beschnitten. Für die Hausbesitzer entlang der Trasse bedeute die Leitung hohe Wertverluste. Mühsam zusammen gespartes privates Kapital werde vernichtet. Raab: „Das kommt einer Enteignung gleich.“

Die Monsterleitung zementiert laut Raab die zentralen Strukturen der Energieversorgung mit hochsubventioniertem Atom- und Kohlestrom. „Die Pläne entspringen dem Renditestreben der großen Konzerne und gehen zulasten der Umwelt und der Verbrauchern“, betonte der Pegnitzer Bürgermeister. „Es ist ein Irrsinn, weiter auf zentralistische Strukturen zu setzen.“

Stattdessen setze die Region auf eine dezentrale Stromversorgung mit lokaler Wertschöpfung. So könnten die vier von der Stadt Pegnitz gebauten Windräder rein rechnerisch alle privaten Haushalte mit Strom versorgen. Langfristig ergebe sich durch die regionale Energieversorgung sogar ein finanzielles Plus für die Stadt.

Nach Angaben Raabs sind mittlerweile 150 000 Unterschriften gegen die Leitungspläne gesammelt worden. Statt Windstrom - wie ursprünglich angegeben - solle nun Braunkohlestrom aus dem Raum Leipzig nach Südbayern geleitet werden. Die Leitung diene ausschließlich dem Transit ohne jeglichen Nutzen, aber allen Nachteilen für die Region, fasste Raab zusammen.   „ Wir sind von Anfang an belogen, betrogen und hintergangen worden.“